Leopard, VMware Fusion und der Promiscuous Mode
Natürlich musste ich sofort die neue Version Mac OS X 10.5 "Leopard" ausprobieren. Am Freitag habe ich schnell noch die DVD per Express-Versand bei Amazon bestellt und Samstag so gegen 9:00 Uhr hielt ich Mac OS X 10.5 in den Händen.
Nachdem ich noch einiges für meine Arbeit tun musste, konnte ich dann endlich parallel zur Sicherung einer VMware Server-Umgebung den Leoparden auf meinem MacBook Pro installieren. Das Upgrade hat rund 1 Stunde gedauert. Danach hakte der Finder etwas, sprich er startete nicht und der Rechner war ziemlich ausgelastet. Nach einigen Neustarts hat sich das dann aber gegeben und ich hab' mich noch am Abend an meinen Mac Pro gemacht, um auch dort das Upgrade durchzuführen.
Das Ganze ging etwas schneller als auf dem MacBook Pro und nach dem obligatorischen Reboot hatte ich nur ein kleines Problem mit den "Freigaben". Die Verbindung zu meinem Fileserver mittels CIFS ging überhaupt nicht. Aber das Löschen des entsprechenden Eintrags in der "Schlüsselbundverwaltung" löste dieses Problem. Der SMB-Client-Prozess hat heute aber einmal meinen Mac Pro zum totalen Neustart gezwungen. Ich hoffe, das kommt nicht häufiger vor!
Da auf meinem Mac Pro noch eine sehr alte Beta von VMware Fusion lief (Dezember 2006), habe ich dann gleich den aktuellen VMware Fusion Release Candidate Beta 1.1.0 Build 61385 installiert. Das ging auch alles ganz problemlos. Aber ich hatte ja bereits hier berichtet, daß ich auf dem Mac Pro eine virtuelle ESX-Testumgebung betreibe. Und die wollte ich Sonntag nutzen, um mich auf einen VMware VI3 Workshop vorzubereiten. Doch dann kam der Schock: Beim Start der ESX-VMs meldet VMware Fusion, dass der Promiscuous Mode für die Netzwerkkarten nicht erlaub sei und dazu der Hinweis auf eine VMware-Webseite, die dies erklären würde. Die Webseite gibt es nicht und so war guter Rat teuer. Die virtuellen ESX-Server hatten so keine Netzwerkverbindung mehr und waren damit wertlos. Um es kurz zu machen, ich hab' die zwei virtuellen ESX'en auf meinem Laptop laufen lassen (unter Ubuntu ;-) ) und nur das VirtualCenter auf dem Mac, denn das braucht keinen Promiscuous Mode!
Um das Problem mit dem Promiscuous Mode konnte ich mich erst wieder am 1.11.07 kümmern. Da ich aber letzte Woche zusätzliche 8 GB RAM für den Mac Pro bestellt hatte, sollte die ESX Test-Umgebung auf jeden Fall auf weiter dem Mac Pro laufen. Für mich gab es jetzt zwei Varianten: Einmal das Problem lösen und wieder den Promiscuous Mode nutzen oder auf einer externen Festplatte LINUX installieren und die VMware Workstation dort nutzen. Das Problem mit dem Promiscuous Mode kannte ich bereits von LINUX. Wenn der User, unter dem VMware läuft, nicht ausreichende Rechte auf die Netzwerk Devices unter /dev hat, dann kommt die besagte Fehlermeldung. Wie ist das nun unter Mac OS X? Die Rechte von einigen Dateien/Devices habe ich testweise mal etwas optimiert, aber es hat nichts geholfen. Und googeln auch nicht! Bevor ich mit der LINUX-Variante loslegen wollte, habe ich VMware einfach mal mit sudo gestartet:
$ sudo /Applications/VMware\ Fusion.app/Contents/MacOS/vmware
Und siehe da, es geht. Wenn man inzwischen in den VMware Communities sucht, wird man dies dort auch einen entsprechenden Eintrag vom 31.10.07 finden. Da war doch jemand einen Tag schneller :-(

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